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Digitalisierung

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Digitalisierung ist eine der zentralen Entwicklungen der heutigen Zeit und verändert die Gesellschaft und Wirtschaft nachhaltig. Auch die deutsche Energiebranche steht im Spannungsfeld dieser Entwicklung. Die Anforderungen an ein sicheres undbezahlbares Energieversorgungssystems auf Basis Erneuerbarer Energien wird durch die Digitalisierung eine zusätzliche Dynamik erhalten und neue Lösungen, Herausforderungen und Chancen generieren. Zwar sind nicht alle Unternehmen im gleichen Ausmaß von einem Digitalisierungsdruck betroffen, aber um wirtschaftlich langfristig erfolgreich zubleiben, müssen sich alle – ohne Ausnahme – der digitalen Transformation stellen. Leicht gesagt, aber bleibt die Frage wie?

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Was beschreibt der Begriff Digitalisierung?

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Digitalisierung beschreibt in seiner grundlegendsten Form nur den Vorgang der Übersetzung analoger Signale in digitale Form oder vereinfacht formuliert „von Papier zu Dateien“. Dieser Prozess schafft somit zunächst einfach nur Daten. Diese technikzentrierte Beschreibung der Wirkungsdimension des Begriffs hat sich in den letzten Jahren grundlegend erweitert und ist in seiner ursprünglichen Form dem Ausmaß des Wandels nicht mehr angemessen.

Hierfür verantwortlich sind primär vier Triebfedern: Vernetzung, IT-Innovationen, Datenzunahme und Plattformen. Begünstigt wurde die Geschwindigkeit und Dynamik der digitalen Transformation durch den Verfall entsprechender Kosten rund um die technischen Digitalisierungstriebfedern. Prinzipiell dürfen die Triebfedern nicht autonom voneinander betrachtet werden. Denn sie bedingen sich gegenseitig und schaffen nur durch ihr Zusammenspieldiesen dynamischen Prozess, den wir als Digitalisierung verstehen.

Der Begriff Digitalisierung hat sich um etliche Inhaltsdimensionen erweitert. Denn durch die „Datenumwandlung“ haben sich Prozesse in Gang gesetzt, die alle Geschäfts-, Gesellschafts- und Individualbereiche so tief durchdrungen haben, wie kaum eine andere Entwicklung zuvor. Digitalisierung beschreibt heutzutage nicht mehr einen rein technischen Prozess, sondern eine ökonomische, gesellschaftliche und individuelle Änderung der Wahrnehmung und Gestaltung der Welt.

Basierend auf diesen Triebfedern definiert sich Digitalisierung für die Energiewirtschaft als die Vernetzung von Anwendungen, Geschäftsprozessen sowie von Geräten auf Basis von Internettechnologien unter Verwendung von Sensoren und selbststeuernden Geräten.

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Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel

Ausschnitt aus der Rede der Bundeskanzlerin auf dem BDEW Kongress 2016 am 8. Juni zum Thema Digitale Agenda. Zur ganzen Rede

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Um Wege für eine erfolgreiche digitale Transformation der Energiewirtschaft aufzuzeigen, hat der BDEW zusammen mit Vertretern von Mitgliedsunternehmen eine Agenda konzipiert und ausgearbeitet. Darin werden die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Energiewirtschaft analysiert und als Hilfestellung für die Unternehmen drei zentrale Handlungsfelder und fünf Instrumente näher erläutert. Die vorgenommene Unterscheidung zwischen Handlungsfeldern und Instrumenten liegt nicht in der Signifikanz der Themen an sich. Die Instrumente jedoch beeinflussen als Querschnittsthemen alle Handlungsfelder und bieten die Möglichkeit einer Priorisierung.
 
Auf den kommenden Seiten werden die einzelnen Themen kurz vorgestellt. Detaillierte Ausarbeitungen zu den jeweiligen Themenkomplexen, sowie die dafür benötigten politischen und regulatorischen Maßnahmen, erfahren sie in „Die digitale Energiewirtschaft – Agenda für Unternehmen und Politik.

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Handlungsfelder

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Handlungsfelder
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Die drei Handlungsfelder fußen auf dem Fundament der fünf Instrumente. Die Handlungsfelder sollten in der Digitalsierungsstrategie von Unternehmen so verankert sein, dass sie gleichzeitig behandelt werden.

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Handlungsfelder
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Wandlung in der Wertschöpfung

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Von Wertschöpfungsstufen zum Wertschöpfungsnetzwerk
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Digitalisierung macht nicht an „klassischen“ Wertschöpfungsstufen und -grenzen Halt. Wenn auch in unterschiedlichen Ausprägungen, betrifft sie alle Wertschöpfungsstufen, mehr noch: Sie verstärkt das Aufbrechen der einst festen System- und Prozessgrenzen der Wertschöpfungsstufen und befördert die Entwicklung von dynamischen Wertschöpfungsnetzwerken mit neuen Produkten und Geschäftsmodellen, aber auch neuen Konkurrenten und Partnern jenseits der eigenen Branche.

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Von Wertschöpfungsstufen zum Wertschöpfungsnetzwerk
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Kundenzentrierung

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Kennzeichen des digitalen Haushaltskunden
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Die Rolle sowohl des Haushalts- als auch des Industriekunden in der Energiebranche wandelt sich zunehmend vom reinen Konsumenten zum aktiven Marktakteur im Energiesystem. In einem neuen Marktumfeld, das geprägt ist durch technische und digitale Neuerungen sowie den fundamentalen Änderungen durch die Energiewende, gilt es die neuen Kundenbedürfnisse zu dechiffrieren und Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle mit einer konsequenten Kundenzentrierung im Unternehmen aufzubauen. Die Kundenerfahrungen aus anderen Sektoren (alles, sofort, überall und preiswert) werden auch auf Erwartungen in der gesamten Customer-Journey in der Energiewirtschaft übertragen.

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Kennzeichen des digitalen Haushaltskunden
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Digitales Unternehmen

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Lösungsmöglichkeiten für eine zentrale Verantwortung für das Thema Digitalisierung in Unternehmen
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Nicht nur der Energiesektor als Gesamtes verändert sich, sondern jedes einzelne Unternehmen aus der Branche muss seine Anpassungsfähigkeit angesichts der neuen Herausforderungen auf den Prüfstand stellen. Eine erfolgreiche Digitalisierung im Unternehmen sollte nicht auf einen einzelnen Unternehmensbereich fokussiert werden, sondern sukzessive ins gesamte Unternehmen getragen werden. Hierfür bedarf es Veränderungen in der Unternehmenskultur, der Führung, der Organisation, den (digitalen) Kompetenzen und der Innovationsfähigkeit. Das erfordert u. a. ein konsequentes Change Management.

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Lösungsmöglichkeiten für eine zentrale Verantwortung für das Thema Digitalisierung in Unternehmen
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Instrumente

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Die Instrumente beeinflussen als Querschnittsthemen alle Handlungsfelder und bieten die Möglichkeit einer Priorisierung.

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(Big) Data Analytics

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Bereits heute liegt der Energiewirtschaft ein enormes Datenökosystem zugrunde, das nur wenig und meist ausschließlich in einzelnen Unternehmensbereichen genutzt wird. Durch Datenanalyse können relevante Geschäftsentwicklungen und Risiken schnell erkannt werden und ohne Zeitverzug strategische und operative Entscheidungen getroffen werden. Die Fähigkeit, schnelle datenbasierte Entscheidung treffen zu können, ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

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Plattformen

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Neue Unternehmen, deren Geschäftsgrundlage internetbasierte Plattformen sind, etablieren sich in verschiedenen Branchen. Auch die Energiebranche verwendet zunehmend internetbasierte Plattformen. Für die Energiewirtschaft gilt es, auszuloten, inwiefern sie von plattformbasierten Geschäftsmodellen profitieren kann und wo diese sinnvoll genutzt werden können. Eine digitale Kundenschnittstelle als zweiseitige Plattform kann beispielsweise dem Unternehmen als auch dem Kunden Mehrwert verschaffen.

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Interne Prozessdigitalisierung

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Es ist entscheidend, unternehmensinterne Prozesse zu evaluieren und mit digitalen Hilfsmitteln, wie beispielsweise einer Prozessdatenauswertung, zu optimieren. Durch die Digitalisierung von bestehenden Geschäfts-, Produktions-, Entwicklungs- und Wartungsprozessen kann die operative Exzellenz signifikant gesteigert werden. Die Grundlage hierfür bildet eine prozessorientierte Betrachtungsweise der gesamten betrieblichen Abläufe und eine hierauf ausgelegte IT.
Fragen, die sich Unternehmen stellen sollten:

> Gibt es einen Überblick zu den Prozessen in Ihrem Unternehmen?
> Gibt es ein KVP-Programm im Unternehmen und werden die Prozesse hierbei auch auf mögliche Digitalisierungspotenziale untersucht?
> Gibt es eine akute Digitalisierungsnotwendigkeit für gewisse Prozesse aufgrund von Marktdruck?
> Welche Daten entstehen in den Unternehmensprozessen? Werden diese gesammelt und ausgewertet?
> Welche Prozesse haben das Potenzial, automatisiert zu werden? Welche Hilfsmittel sind hierfür notwendig?
> Wurde der Einsatz von unterstützenden Softwarewerkzeugen (BPMS) zum Modellieren, Umsetzen und Überwachen von Prozessdigitalisierung geprüft?
> Welche Prozesse sind mit externen Unternehmen verknüpft?

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Die Digitalisierung erhöht die Geschwindigkeit mit der Standards gesetzt werden, sich etablieren und durch neue Standards wieder abgelöst werden. Durch Standards können Kostenvorteile geschaffen werden, Handelsbarrieren sinken und zusätzlicher Nutzen für den Endnutzer durch Komplementärgüter entstehen. Die langwierige Erarbeitung und Etablierung eines Standards darf aber keinesfalls Entwicklung und Innovation restriktiv einschränken. Um eine De-facto-Standardisierung durch ein einzelnes dominierendes Unternehmen und kosten- und zeitintensive Eigenentwicklungen zu vermeiden, können Kooperationen und Branchenlösungen ein geeignetes Mittel sein, um Ineffizienzen zu vermeiden (so genannte „community standards“) wie beispielsweise der Branchenstandard Marktkommunikation.

Checkliste: Standards und Unternehmensstrategie
> Habe ich eine Übersicht über die von mir eingesetzten Standards in den angebotenen Produkten?
> Welche alternativen Standards gibt es?
> Welche Standards leiten gerade den Markt?
> Ist das Unternehmen in der Lage, neue Standards bei Bedarf schnell zu implementieren?
> Bei neuen Produkten/Standards:
   > Ist ein „Early mover advantage“ gegeben?
   > Besteht Kooperationspotenzial?

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IT-Architektur, Datenschutz und IT-Security

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IT muss in Unternehmen eine zentrale Rolle einnehmen, um die steigende Komplexität und die wachsenden Anforderungen bewältigen zu können. Es geht auch darum, den Umgang mit den schnell wachsenden Datenmengen so zu gestalten, dass ein positiver Nutzen sowohl für Kunden als auch für Unternehmen daraus gezogen werden kann. Die Energiewirtschaft weiß darum, dass eine proaktive Transparenz im Umgang mit den Daten entscheidend für das Vertrauen der Kunden ist. Durch die zunehmende Vernetzung moderner IT-Systeme gehen die Anforderungen über die reine Datensicherheit hinaus hin zur Sicherheit ganzer informationstechnischer Systeme (IT-Sicherheit) oder Cybersicherheit. Die Energiewirtschaft steht hierbei vor der wichtigen Aufgabe, ihr hohes technisches Knowhow und die damit verbundene Reputation auch auf die Sammlung, Speicherung und Verarbeitung von Daten zu übertragen.

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Weitere Informationen

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BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.
Reinhardtstr. 32
10117 Berlin

Telefon +49 30 / 300 199-0
Telefax +49 30 / 300 199-3900
E-Mail info@bdew.de

Präsident: Dipl. Ing. Johannes Kempmann

Hauptgeschäftsführung: Stefan Kapferer (Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung und Mitglied des Präsidiums)

Amtsgericht Charlottenburg, VR 26587 B
Umsatzsteuer ID: DE 814902527


Inhalt:
Geschäftsbereich Recht und Betriebswirtschaft, BDEW

Realisierung:
Geschäftsbereich Kommunikation, BDEW


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